Einbauanleitung Poolfolien - Schwimmbadfolien

MONTAGEANLEITUNG POOLFOLIEN - Schwimmbecken Auskleidung
für Schwimmbad-Innenhüllen

Bevor wir die einzelnen Einbauschritte genau beschreiben, ein paar Worte zum Material:
Schwimmbecken-Innenhüllen werden seit über 50 Jahren aus PVC-Folien hergestellt. Die hervorragenden
Eigenschaften von PVC wie Dehnfähigkeit, Rückstellungsvermögen, UV- und Frostbeständigkeit, sowie
seine Resistenz gegenüber aufgelösten Schwimmbadchemikalien machen PVC-Innenhüllen für
Stahlwandbecken und an Ort und Stelle gefertigten Rechteckbecken unentbehrlich.
Trotzdem achten Sie bitte darauf, dass ungelöste Chlorprodukte (Tabletten oder Granulat) nicht direkt mit
der Folie in Berührung kommen. Unsachgemäßer Einsatz von Aktiv-Sauerstoff und Chlorprodukten
können Folienschäden verursachen!

Es ist darauf zu achten, dass Terrassenöl (z.B. Teakholzöl), das durch Regen abgewaschen wird, nicht
direkt an die Poolfolie gelangen kann, da dies zu Verfärbungen im Randbereich führt.

Achtung: Unsere SB-Innenhüllen sind hitzebeständig bis zu einer Wasserdauertemperatur von
+30 °C. Bei höheren Dauertemperaturen (z. B. bei transparenten Schiebehallen) empfehlen wir den
Einsatz unserer hitzebeständigen Folie (bis + 38 °C).

Generell werden Schwimmbadfolien mit einer Minustoleranz (1 % bei der Folienstärke 0,6 mm, 0,75 % bei
der Folienstärke 0,8 mm bzw. 0,5 % bei der Folienstärke 1,0 mm) angefertigt. Dies ist notwendig um eine
faltenfreie Passgenauigkeit zu erreichen. Sollte die Auskleidung nach dem Einbau etwas spannen, stellt
dies keine Beeinträchtigung der Haltbarkeit oder Lebensdauer dar.
Die Poolfolie wird beim Befüllen mit Wasser nachgeben, da sie eine Dehnfähigkeit von etwa 20 % hat.
Da Schwimmbadfolien Thermoplaste sind, daher bei Wärme und Kälte starken Längenschwankungen
unterworfen sind, ist es wichtig, dass der Einbau der Hülle weder bei Temperaturen unter 10 ° C, noch bei
starker Sonneneinstrahlung erfolgen sollte.
Bitte sorgen Sie dafür, dass die Folie nach einem Wasserwechsel (alle 2-3 Jahre) nie länger als
einen Tag austrocknet, da sie bei längeren Zeiträumen infolge von Weichmacherverlust die
Dehnfähigkeit verliert.
 
Die Montage der Pool Innenhülle hat allenfalls in Turnschuhen, besser noch auf Socken oder barfuss zu
erfolgen. Alle Werkzeuge oder andere spitzen Gegenstände müssen aus der Kleidung und dem Becken
entfernt werden.
Bitte beachten Sie, dass die Folie glatt ist und Rutschgefahr besteht – für Verletzungsfolgen
lehnen wir jede Verantwortung ab.

Bevor die Poolfolie in das Becken gegeben wird, muss der Boden frei von Steinen und Unebenheiten
sein. Diese würden später zu Beschädigungen der Folie beim Reinigen führen und können auch die Optik
beeinträchtigen. Wir empfehlen daher zum Schutz der Folie die Verwendung von Schutzvlies.
Wichtig: Zur Vermeidung von Algenbefall aus dem Unterboden, der sich in großflächigen dunkelbraunen
oder schwarzen Flecken auf dem Boden bemerkbar machen kann, empfehlen wir als Trennlage eine
Bodenschutzplane aus Polyethylen (PE). Sollten auf dem Beckenboden ohne PE-Folie nach einiger Zeit
schwarze oder dunkle Flecken zu sehen sein, können diese mit einem Chlorstoß (1 kg 100%ig aufgelöste
Chlorprodukte oder Chlorbleichlauge auf einen Wasserstand von 5 cm) innerhalb kurzer Zeit dauerhaft
entfernt werden.
Alle Poolfolien werden im Werk zuerst der Länge nach zur Mitte gefaltet und dann vom Ende aus
zusammengerollt. Das heißt, dass die Schwimmbad-Innenhülle nach dem Auspacken an die Stirnseiten
des Beckens gelegt und dann zur anderen Seite hin ausgerollt werden sollte. Sodann wird die gefaltete
Folie nach beiden Seiten hin ausgeklappt und auseinandergezogen. Anschließend wird die Folienwand
nach oben gezogen, das angeschweißte Profil über die Kante des Stahlmantels geklemmt und alle 50 cm
mit Wäscheklammern befestigt.
 
Achtung: Sollten Sie provisorisch gleich den Handlauf auf das Profil klemmen, besteht die Gefahr, dass Sie
die Hülle beim Abnehmen (infolge Korrigierens der Wandfolie) beschädigen.

Bei Rechteckbecken muss die Poolfolie in das vorhandene Profil eingehängt werden, wobei dies immer
von der Mitte der langen Seite aus und mit 2 Personen zu geschehen hat. Sollte die Wandfolie beim
Einhängen der Biese zu kurz erscheinen, muss sie mit der warmen Hand - oder bei tiefen Temperaturen
mit einem Warmluftföhn – erwärmt und nachgezogen werden.
Da die Innenhüllen vorwiegend bei warmen Temperaturen eingebaut werden, fertigen wir diese – wie
bereits ausgeführt – mit Minustoleranzen um Falten zu vermeiden. Wegen der Dehnfähigkeit der Folie
passt jede Innenhülle und kann nie zu klein sein.
Die jetzt folgenden Korrekturen des Bodens und der Wand sind für den faltenfreien Sitz der Schwimmbadfolie
besonders wichtig. Der Boden muss in die Kehlen gezogen werden, so dass die äußere Schweißnaht, die
den Boden mit dem Umfang verbindet, möglichst nah an die Kehlen heranreicht. Bitte beachten Sie
insbesondere darauf, dass die Bodenfläche (Kehlnaht) auf allen Seiten einen gleichmäßigen Abstand zur
Kehle hat. Sodann ist die Wandfolie senkrecht nach oben zu ziehen und zu berücksichtigen, dass sich
keine Schrägfalten bilden. Sollte dies der Fall sein, müssen die Wäscheklammern in diesem Bereich
gelöst und der obere Rand entsprechend korrigiert werden.

Unsere Poolfolien sind zur Montageerleichterung mit Markierungsaufklebern versehen. Diese
befinden sich entweder an der Position der Ständer (bei Achtform- oder Z-Becken), an den Enden der
Geraden (bei Langformbecken) oder in der Mitte der Geraden bei Rechteckbecken mit gerundeten Ecken
(Eckausführung III).
Da auch die Wandfolie werkseitig eine Minustoleranz von mindestens 2 cm hat, kann sie nie zu hoch sein.
Sollten Sie dennoch den Eindruck haben, dass die Folie im Wandbereich zu groß oder zu kurz ist, haben
Sie entweder den Boden nicht gleichmäßig ausgerichtet, die Sonneneinstrahlung hat eine
vorübergehende Längendehnung hervorgerufen, oder die Aufschüttung der Kehle mit Sand ist zu dick
geraten.
Es ist darauf zu achten, dass der Boden vor dem Befüllen mit Wasser möglichst faltenfrei ist. Sollten noch
Legefalten vorhanden sein, muss der Boden während der ersten Minuten der Befüllung glattgezogen
werden. Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass der Abstand von der äußeren Schweißnaht des Bodens
zur Beckenkehle rundum der gleiche ist. Ist dies nicht der Fall, werden sich an einer Wand Falten bilden,
während auf der gegenüberliegenden Seite die Wandfolie zu kurz ist und die Biese herausgezogen wird.

Daher wichtig: Bleiben Sie ab dem Beginn der Befüllung so lange barfuss im Becken bis der
Boden glatt ist. Ab einem Wasserspiegel von 3 – 5 cm ist eine Korrektur nicht mehr möglich.

Sollten noch Querfalten in der Wand vorhanden sein, können diese jetzt noch durch Ausrichten der
Einhängebiese oder Versetzen der Keilbiese beseitigt werden.
Erst danach sollte mit dem Entfernen der Wäscheklammern und gleichzeitigem Aufstecken des Handlaufs
begonnen werden. Auch sollte das Eindichten der Einbauteile erst erfolgen, wenn der Wasserdruck die
Wandfolie in die Kehlen gedrückt hat. Erst danach kann die Befüllung fortgesetzt werden.
Wenn Sie diese Anleitung genau befolgt haben, werden Sie viel Freude an der gut sitzenden, faltenfreien
Poolfolie - Schwimmbadfolie haben.